Hilfe bei Spielsucht
Glücksspiel kann süchtig machen. Wenn das Spielen dein Geld, deinen Schlaf oder deine Beziehungen belastet, bist du hier richtig. Das gilt genauso, wenn du dir Sorgen um einen Menschen in deinem Umfeld machst. Die Hilfe ist kostenlos, vertraulich und rund um die Uhr da.
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„Wir sind Teil dieses Marktes, also schauen wir auch dann hin, wenn er jemandem schadet. Mir ist jeder Anruf bei der Hotline lieber als ein Spieler, der still weitermacht, bis nichts mehr geht.“ Dr. Andreas Ditsche
CEO iGaming.com
Fachlich geprüft & zuletzt aktualisiert am 05.07.2026

Wie steht es um dein Spielverhalten?
Sei ehrlich zu dir. Neun kurze Fragen und keine zwei Minuten reichen, damit du weißt, wo du stehst. Alles bleibt komplett anonym. Der Test basiert auf dem wissenschaftlich geprüften Problem Gambling Severity Index (PGSI), ersetzt aber keine Diagnose. Denk bei deinen Antworten einfach an die letzten 12 Monate.
Bereit? Sei ehrlich zu dir.
9 Fragen · unter 2 Minuten · komplett anonym – nichts verlässt deinen Browser.
Frage 1 von 9
Dieser Selbsttest ist ein Orientierungsangebot und keine medizinische Diagnose. Bei Sorgen wende dich an eine der oben genannten kostenlosen Beratungsstellen. Der Export erfolgt lokal auf deinem Gerät.
Woran erkennt man eine Glücksspielstörung?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt die Glücksspielstörung als anerkannte Erkrankung im Diagnosekatalog ICD-11 (Code 6C50). Der Begriff kommt also aus der Medizin, nicht von uns. Und er ist bewusst gewählt, denn eine Störung ist eine behandelbare Erkrankung und keine Willensschwäche. Die Störung zeigt sich an drei Kernmerkmalen. Die Symptome bestehen dabei über einen längeren Zeitraum, meist mindestens 12 Monate.
Diese Alltagsmomente solltest du ernst nehmen
- Deine Gedanken kreisen ständig ums Spielen oder ums Zurückholen von Verlusten.
- Du brauchst immer höhere Einsätze für denselben Kick.
- Du hast erfolglos versucht aufzuhören und wirst unruhig oder gereizt, wenn du es probierst.
- Du spielst, um Stress, Sorgen oder schlechte Gefühle zu verdrängen.
- Du verheimlichst dein Spielen oder flunkerst gegenüber Familie und Freunden.
- Du leihst dir Geld, verkaufst Dinge oder lässt Rechnungen liegen, um weiterspielen zu können.
Erkennst du mehrere dieser Warnsignale bei dir, ist das ein ernstes Zeichen, aber kein Grund für Scham. Eine Glücksspielstörung ist behandelbar und Hilfe bekommst du kostenlos.
Hilfe & Beratung, kostenlos und vertraulich
Hier findest du alle Anlaufstellen im Überblick, auch die aus der Soforthilfe oben. Alle Angebote sind kostenfrei, anonym und unabhängig. Die Berater unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht. Heißt für dich, dass du nicht einmal deinen Namen nennen musst.
Für Angehörige & Freunde
Auch wenn nicht du selbst spielst, kann die Sucht eines Menschen in deinem Umfeld schwer auf dir lasten. Du musst das nicht allein tragen, denn die Beratung ist ausdrücklich auch für dich da.
- Sprich es ruhig an. Sag ohne Vorwürfe, dass du dir Sorgen machst und was das Spielen mit dir macht.
- Übernimm keine Spielschulden und leih kein Geld fürs Spielen, denn das verlängert die Sucht nur.
- Schütze dich und eure Finanzen mit getrennten Konten und einem Überblick über gemeinsame Verpflichtungen.
- Hol dir selbst Unterstützung, denn die Anlaufstellen oben beraten Angehörige genauso wie Betroffene.
Selbst schützen und Rückfälle vermeiden
- Sperr dich bei Bedarf selbst. Über das bundesweite System OASIS sperrst du dich sofort und anbieterübergreifend von allen in Deutschland lizenzierten Glücksspielangeboten. Infos zur Selbst- und Fremdsperre findest du bei der GGL.
- Setz dir Limits und Pausen. Lizenzierte Anbieter müssen Einzahlungs- und Einsatzlimits sowie Auszeiten bereitstellen. Leg dir am besten schon vor dem Spielen feste Geld- und Zeitgrenzen fest.
- Spiel nur mit GGL-Lizenz. Denn nur in Deutschland lizenzierte Anbieter unterliegen dem gesetzlichen Spielerschutz. Prüf jeden Anbieter vorab mit unserem Lizenz-Checker.
- Halt dich an gesunde Grundregeln. Spiel nie mit Geld, das du zum Leben brauchst, und sieh Glücksspiel als Unterhaltung statt als Einkommen. Jag Verlusten nicht hinterher und plan dir bewusst spielfreie Tage ein, zum Beispiel für Sport, Kino oder ein Essen mit Freunden.
Häufige Fragen zur Spielsucht
Woran erkenne ich, dass mein Spielverhalten problematisch wird?
Typische Anzeichen sind ständige Gedanken ans Spielen, steigende Einsätze und erfolglose Versuche aufzuhören. Auch Heimlichkeit und geliehenes Geld fürs Spielen gehören dazu. Der anonyme Selbsttest weiter oben gibt dir in zwei Minuten eine erste ehrliche Einschätzung.
Wie funktioniert die Spielersperre OASIS?
OASIS ist die bundesweite Sperrdatei für Glücksspiel. Du kannst dich selbst sperren lassen, Angehörige können eine Fremdsperre beantragen. Die Sperre gilt grundsätzlich für ein Jahr, eine Selbstsperre kannst du auf mindestens drei Monate befristen. Sie wirkt sofort bei allen in Deutschland lizenzierten Anbietern, online wie vor Ort. Für den Notfall gibt es bei Online-Angeboten zusätzlich den Panik-Button, der dich für 24 Stunden sperrt.
Endet die OASIS-Sperre automatisch?
Nein, die Sperre endet erst, wenn du ihre Aufhebung beantragst. Zuständig ist das Regierungspräsidium Darmstadt, das die Sperrdatei verwaltet. Den Antrag kannst du frühestens nach Ablauf der gewählten Sperrdauer stellen.
Was kostet eine Suchtberatung?
Nichts. Telefonberatung, Online-Beratung und die Suchtberatungsstellen vor Ort sind für dich kostenlos. Du kannst dabei anonym bleiben. Erst eine Therapie läuft über die Krankenkasse, und auch beim Antrag dafür hilft dir die Beratungsstelle.
Quellen & Datenbasis
- Weltgesundheitsorganisation (WHO) – ICD-11, Code 6C50 „Gambling disorder“
- Problem Gambling Severity Index (PGSI) – validiertes Screening-Instrument (Ferris & Wynne, 2001)
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) – bioeg.de & check-dein-spiel.de
- Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) – gluecksspiel-behoerde.de
- TelefonSeelsorge Deutschland – telefonseelsorge.de
18+. Glücksspiel kann süchtig machen. Hilfe finden Sie auf bioeg.de. Die Inhalte dieser Seite dienen der Information und ersetzen keine medizinische oder therapeutische Beratung.