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Wer „Spielbank Potsdamer Platz“ sucht, stößt auf mehrere Namen für denselben Ort. Der Betreiber nennt den Standort Casino am Potsdamer Platz, das Google-Profil führt ihn als Spielbank Berlin. Umgangssprachlich heißt er meist Spielbank Potsdamer Platz. Gemeint ist immer das Haupthaus der Spielbank Berlin am Marlene-Dietrich-Platz 1. Gegründet wurde das Unternehmen 1975 im Europa-Center, an den Potsdamer Platz zog es am 2. Oktober 1998.
Hinter dem Namen steckt ein eigener Rechtsrahmen. Spielbanken brauchen eine Konzession des Landes. In Berlin regelt sie das Spielbankengesetz, die Aufsicht hat die Senatsverwaltung für Inneres und Sport. Das Gesetz lässt in Berlin höchstens zwei Spielbanken zu. Online-Anbieter brauchen dagegen eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Online-Spielotheken mit GGL-Erlaubnis bieten ausschließlich virtuelle Automatenspiele an, Roulette, Black Jack oder Punto Banco findet man dort nicht. Online-Tischspiele darf jedes Land nur für sein eigenes Gebiet zulassen, so wie es Schleswig-Holstein getan hat. Am Potsdamer Platz drehen Croupiers echte Kessel und teilen an Baccarat-Tischen aus. Dafür kennt das Automatenspiel in der Spielbank keine gestaffelten Einsatzgrenzen je Spin, wie sie online gelten.
Betreiberin ist die Spielbank Berlin GmbH & Co. KG, Marlene-Dietrich-Platz 1 in 10785 Berlin, eingetragen beim Amtsgericht Charlottenburg unter HRA 16057. Vertreten wird sie durch ihre Komplementärin, die Spielbank Berlin Verwaltungsgesellschaft mbH mit den Geschäftsführern Marcus Leo Brandenburg, Marcel Langner und Gerhard Wilhelm. Gesellschafter sind seit 2011 die Novomatic AG und seit 2016 die Gauselmann-Gruppe, die damals 40 Prozent übernahm. Zur Spielbank Berlin gehören außerdem die Standorte am Fernsehturm, am Ku’damm und die Ellipse am Rathaus Spandau.
Dieser Check stützt sich nicht auf eine einzige Quelle. Grundlage sind die offiziellen Angaben des Betreibers (Standortseite, Spielangebote, Turnierplan und Rake-Tabelle, Haus- und Spielordnung, Prävention, Historie, News, Impressum, zuletzt geprüft am 3. November 2026), die Parkhausdaten der Deutschen Bahn für den Bahnhof Potsdamer Platz, das Google-Unternehmensprofil, 338 ausgewertete Bewertungen bei Google und Tripadvisor sowie Beobachtungen vor Ort. Wo diese Quellen sich widersprechen, steht der Widerspruch in diesem Text.
Pokerfloor, Punto Banco und Bahnanschluss mitten in Berlin
Übernommen von Google Maps, Stand 03.11.2026. Diese Bewertungen prüfen wir nicht.
Übernommen von Tripadvisor, Stand 03.11.2026. Diese Bewertungen prüfen wir nicht.
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Die 3,9 bei Google ist ein Mittelwert aus zwei Lagern. Von den 300 jüngsten Bewertungen geben 153 die volle Punktzahl und 58 nur einen Stern, auf zwei bis vier Sterne kommen zusammen 89. Seit September 2026 sinkt der Schnitt: 34 neue Bewertungen erreichen 3,2 Sterne, zwölf davon haben nur einen. Vier der zwölf handeln vom Einlass, von langem Warten im Freien bis zu Gästen, die eine Stunde vor Schluss nicht mehr hineinkamen.
Gelobt wird vor allem das Personal, in 35 der 188 Bewertungen mit Text. Dass zum Eintritt von 2 Euro zwei Getränke gehören, erwähnen 23 Gäste, fast immer zufrieden. Am besten schneidet der Pokerfloor ab: Die 16 Bewertungen dazu kommen im Schnitt auf 4,1 Sterne, genannt werden die täglichen Turniere und gut besetzte Cash Games. Zwölf Gäste klagen dagegen über volle Tische am Wochenende und lange Wartezeiten auf einen Platz am Black Jack oder Roulette.
Antworten verteilt die Spielbank ungleich. Auf 141 der 153 Fünf-Sterne-Bewertungen hat sie reagiert, auf die 58 mit einem Stern nur zehnmal. Auf Tripadvisor steht der Standort bei 3,1 aus 118 Bewertungen. Die deutschsprachigen fallen dort über die Jahre deutlich ab: bis 2017 im Schnitt 3,9 Sterne, seit 2018 nur noch 1,8. Von den 15 jüngeren geben 13 ein oder zwei Sterne. Die Klagen dort: wenig Flair, ein unfreundlicher Empfang und Automaten, die aus Sicht der Gäste selten auszahlen.
Eigene Auswertung der 300 jüngsten Google-Bewertungen (Juli 2025 bis November 2026) und aller 38 deutschsprachigen auf Tripadvisor. Stand: 03.11.2026
Die spielfreien Tage nennt der Betreiber für alle Berliner Standorte gemeinsam: Karfreitag, Volkstrauertag, Totensonntag, Heiligabend und der 1. Weihnachtsfeiertag. An Silvester und Neujahr gelten gesonderte Zeiten, an Neujahr 2026 öffneten die Säle erst um 17 Uhr. Damit hat die Spielbank nach eigener Rechnung an 360 Tagen im Jahr geöffnet. Abweichende Zeiten wegen Veranstaltungen kündigt sie in ihren News an.
Kleiderordnung. Eine feste Kleiderordnung gibt es nicht. Der Betreiber schreibt, in Berlin werde der individuelle Stil mehr geschätzt als strenge Vorschriften, erwünscht seien aber eine gepflegte Erscheinung und angemessene Kleidung. Vor Ort reicht die Spanne vom Anzug bis zur Freizeitkleidung, schief angesehen wird dafür niemand. Das Google-Profil beschreibt den Standort dagegen als Casino mit eleganter Kleiderordnung für die Tischspiele. Mit den Angaben des Betreibers deckt sich das nicht. In den Google-Bewertungen ist der Dresscode ein eigenes Stichwort, meist mit der Klage, eine angemessene Kleiderordnung gebe es nicht mehr.
Tipp Die Player Card kostet nichts. Wer sich registriert, gehört automatisch zum Player Club und kommt schneller durch die Einlasskontrolle. Weitere Vorteile stellt der Betreiber in Aussicht, ohne sie im Einzelnen zu nennen. Verlängert wird die Mitgliedschaft jährlich und formlos. Für den ersten Besuch gibt es das Welcome Package für 39 Euro mit freiem Eintritt, einem Signature Drink, einer Hausführung, einer Spielerklärung an Roulette oder Black Jack und Spielchips im Wert von 15 Euro.
Was vor Ort gilt. Zwei Euro kostet der Eintritt. Auf Nachfrage gab es am Einlass Gutscheine für Getränke an den Bars, ein festes Angebot dazu veröffentlicht der Betreiber nicht. Wer zwischendurch an die Luft geht, zahlt beim Wiederkommen kein zweites Mal, der Ausweis genügt. Fotografieren, Filmen und Tonaufnahmen erlaubt die Hausordnung nur in eigens ausgewiesenen Selfie-Areas. Geraucht wird in verglasten Kabinen auf den Spielebenen. Sitzplätze gibt es darin nicht, bei Andrang wird die Luft schnell schlecht. Einen Raucherbereich im Freien hat der Standort nicht.
Wann am meisten los ist. Googles Auslastungskurve zeigt den größten Andrang freitags und samstags gegen 23 Uhr. Unter der Woche erreicht der Abend um 21 oder 22 Uhr kaum mehr als die Hälfte davon, bis in den frühen Abend bleibt es ruhig. In einzelnen Google-Bewertungen ist von langem Anstehen vor dem Einlass die Rede, auch im Freien. Wer an den Tischen sicher Platz finden will, kommt unter der Woche oder vor 20 Uhr.
| Spiel | Tische | Einsatz | Zeiten |
|---|---|---|---|
| American Roulette | 8 | ab 2 € | 17 bis 3 Uhr |
| Black Jack | 8 | 4 bis 1.000 € | 17 bis 3 Uhr |
| Punto Banco (Baccarat) | 2 | am Tisch ausgehängt | nicht genannt |
| Ultimate Texas Hold’em (gegen die Bank) | 2 | nicht beziffert | nicht genannt |
| Sic Bo und Glücksrad | je 1 | nicht beziffert | nicht genannt |
| Pokerturniere | 21 Pokertische | Buy-in 80 bis 220 € | täglich 18:30 Uhr |
| Poker Cash Game | auf dem Pokerfloor | Limits 1/1 bis 20/40 | ab 18 Uhr |
| Automatenspiel | rund 500 Geräte | laut Betreiber ab 1 Cent | ab 11 Uhr |
| Touchbet-Roulette | 55 Plätze | gerätabhängig | nicht genannt |
Beim Roulette gibt es eine Variante, American Roulette, an acht Tischen ab 17 Uhr. Der Kessel trägt laut Betreiber die Zahlen 0 bis 36, hat also eine einzige Null und nicht die Doppelnull des amerikanischen Kessels. Dazu passt die Ausschüttungsquote, die der Betreiber mit durchschnittlich 97,3 Prozent angibt. Gesetzt wird ab 2 Euro, einen Höchsteinsatz nennt die Website nicht. Zwei Besonderheiten hebt der Betreiber hervor. Wheelchecks sind Roulette-Chips ohne Aufdruck, deren Wert der Gast selbst festlegt. Auf der Rennbahn setzt der Croupier Nachbarzahlen und Serien. Französisches Roulette führt die Spielbank Berlin nicht. Am Kessel geht es zügig zu, vor dem „Nichts geht mehr“ bleibt wenig Zeit zum Setzen.
Beim Black Jack ist der Betreiber auskunftsfreudiger als die meisten Spielbanken: An acht Tischen beträgt der Mindesteinsatz 4 Euro, das Maximum 1.000 Euro. Die Auszahlungsquote beziffert er auf im Schnitt 94,3 Prozent und fügt hinzu, sie hänge von der Spielweise ab. Ein Black Jack zahlt das Anderthalbfache des Einsatzes. Als Nebenwette führt die Website Blazing 777, vor Ort kommen Wetten auf Paare aus den ersten Karten hinzu. Gemischt wird maschinell und in kurzen Abständen. Für Kartenzähler ist der Tisch damit uninteressant, wer mit höheren Einsätzen spielt, hat dagegen Spielraum. Wer Black Jack noch nie gespielt hat, kann sich laut Betreiber von den Guest-Relation-Mitarbeitern vor Ort kurz einweisen lassen.
Eine Berliner Besonderheit ist Punto Banco. Von den vier Standorten der Spielbank Berlin führt derzeit nur der Potsdamer Platz Baccarat-Tische, zwei an der Zahl. Am Ku’damm steht Baccarat laut Betreiber zurzeit nicht im Angebot. Gesetzt wird auf Banco, Punto oder ein Unentschieden, das Unentschieden bringt das Achtfache. Minimum und Maximum hängen am Tisch aus, online nennt der Betreiber sie nicht. Dazu kommen zwei Tische Ultimate Texas Hold’em, eine Pokervariante gegen den Croupier, sowie ein Sic-Bo-Tisch und ein Glücksrad. Die beiden letzten stehen direkt hinter dem Einlass. Vor Ort blieben sie zeitweise geschlossen, weil Personal fehlte. Wer hereinkommt, sieht so als Erstes Tische, an denen nicht gespielt wird.
Der Pokerfloor ist der Schwerpunkt des Standorts. Der Betreiber nennt 21 Pokertische und bezeichnet den Floor als den größten Deutschlands, einen Maßstab dafür liefert er nicht. Turnierbeginn ist jeden Abend um 18:30 Uhr, jeder Wochentag hat sein Format: montags NLH Survivor, dienstags NLH Early Bird, mittwochs Pot Limit Omaha, donnerstags NLH mit einem Re-Entry, freitags ein Freeze-Out, samstags ein Bounty-Turnier und sonntags NLH Rapid Deep. Die Buy-ins liegen samt Gebühr zwischen 80 und 220 Euro. Tickets gibt es tagesaktuell ab 17:30 Uhr im zweiten und ab 18:15 Uhr im dritten Obergeschoss. Turniere, die um 2:45 Uhr nicht beendet sind, können am nächsten Tag weiterlaufen. Im Cash Game reichen die Limits laut Rake-Tabelle bis 20/40, das kleinste ist 1/1.
Dazu kommen große Serien. Der Summer Cup lief vom 6. bis 12. Juli 2026 mit einem Main Event über 100.000 Euro garantiertes Preisgeld, in dieser Woche entfielen die Tagesturniere. Vom 7. bis 13. Dezember 2026 folgt die Triple A Series, deren Main Event 250.000 Euro garantiert, bei einem Buy-in von 444 Euro inklusive Gebühr. Den Turnierplan, die Blindstruktur und die Rake-Tabelle stellt der Betreiber als PDF online.
Rund 500 Automaten nennt der Betreiber für den Potsdamer Platz, verteilt über alle Ebenen. Laut Betreiber geben die Geräte 92 bis 95,5 Prozent der Einsätze zurück, fest in den Spielprogrammen hinterlegt. Gespielt wird bargeldlos mit dem Ticket-In-Ticket-Out-System: Ein Geldschein ab 5 Euro geht in den Automaten, per Payout-Taste kommt ein Ticket heraus, die Kasse tauscht es in Bargeld. Neben Einzelautomaten mit Jackpot gibt es Jackpot-Systeme über ganze Gerätegruppen, dazu Mystery-Jackpots, die zu einem unbestimmten Zeitpunkt an einem der beteiligten Geräte fallen. Vor Ort sind die Marken beider Gesellschafter vertreten, Novoline von Novomatic und Merkur von Gauselmann, daneben internationale Hersteller. Am Eingang dominieren die Jackpot-Automaten. An einzelnen Plätzen stehen Sessel mit eigenem Bildschirm, den Service ruft man per Knopf am Gerät.
Getrennt davon gibt es 55 Touchbet-Plätze. Anders als bei vielen Multi-Roulette-Anlagen hängen die Terminals vor Ort an echten Kesseln, die ein Croupier von Hand dreht, das Spiel läuft per Kamera auf den Bildschirm. Gesetzt wird per Touch und mit kleineren Beträgen als am Tisch. Wer den vollen Kessel scheut, findet hier einen einfachen Einstieg.
Bars gibt es laut Betreiber auf allen Etagen, die erste liegt direkt hinter dem Einlass neben der Garderobe. Ab 18 Uhr bringt die Küche Speisen auch an die Bars und direkt an den Pokerfloor. Getränke-, Wein- und Speisekarte veröffentlicht der Betreiber online, dazu eine saisonale Karte.
Das Restaurant liegt auf einer Spielebene und ist nur durch einen Vorhang vom Saal getrennt, beim Essen bleibt der Blick auf die Tische. Es ist klein und war vor Ort kaum besetzt. Der Service war freundlich, die Küche durchschnittlich und nicht schnell. Als Zwischenstopp am Spielabend genügt es. Wer gut essen will, findet in der Umgebung bessere Adressen.
Der Betreiber verkauft Pakete aus Essen und Spiel. Das Dinner Package für 79 Euro enthält ein Drei-Gang-Menü, freien Eintritt, einen Begrüßungsdrink, eine Hausführung, eine Spielerklärung und Chips im Wert von 10 Euro. Das Party Package für sechs Personen kostet 339 Euro, jede weitere Person 55 Euro. Dazu kommen Gutscheine über 25 oder 50 Euro Verzehr mit freiem Eintritt für zwei Personen, gültig an allen vier Berliner Standorten.
Der Kalender hängt vor allem am Poker. Vom 28. bis 30. April 2026 war der Standort Gastgeber der 4. German Dealer Championship, zur Fußball-WM lief das Tippspiel „Goal & Gamble“. Am 2. Oktober 2026 feierte der Standort seinen 28. Geburtstag mit den „Birthday Games“. Sonderausspielungen gibt es etwa zu Ostern, am Frauentag und an jedem Freitag, der auf einen 13. fällt. Als nächster großer Termin steht die Triple A Series vom 7. bis 13. Dezember 2026 im Kalender. Stand des Kalenders: 3. November 2026.
Am Bahnhof Potsdamer Platz halten die S-Bahn-Linien S1, S2, S25 und S26 sowie die U2. Von dort sind es wenige Gehminuten über die Alte Potsdamer Straße zum Marlene-Dietrich-Platz. Noch näher liegt die Bushaltestelle Varian-Fry-Str./Potsdamer Platz mit den Linien M48, M85, 200 und 300. Für den Abend in der Spielbank braucht es also kein Auto.
Der Potsdamer Platz liegt innerhalb des S-Bahn-Rings und damit in der Berliner Umweltzone. Ohne grüne Plakette ist die Zufahrt nicht erlaubt. Über die Potsdamer Straße und die Linkstraße erreicht man die Tiefgaragen des Quartiers.
Die größte Tiefgarage im Quartier ist die Garage Potsdamer Platz an der Linkstraße 2, laut Bahnhofsseite der Deutschen Bahn mit 1.995 Plätzen, 3,50 Euro je Stunde und 25 Euro für 24 Stunden. Günstiger ist die Garage am Center am Potsdamer Platz in der Bellevuestraße 3 mit 788 Plätzen, davon 23 barrierefrei, für 2,50 Euro je Stunde und 10 Euro für 24 Stunden. Beide sind täglich durchgehend geöffnet. Einen Nachlass für Spielbankgäste nennt der Betreiber nicht.
Vom Flughafen BER fährt der Flughafen-Express FEX seit Dezember 2025 über Südkreuz zum Potsdamer Platz, laut Flughafengesellschaft in etwa 19 Minuten. Vom Bahnhof geht es zu Fuß weiter wie oben beschrieben.
Gleich neben der Spielbank liegt das Grand Hyatt, rund um den Platz finden sich weitere Hotels, das Sony Center sowie die Mall of Berlin am Leipziger Platz. Bis zum Tiergarten und zum Kulturforum mit der Philharmonie ist es ein kurzer Spaziergang. Der Besuch lässt sich so leicht mit einem Wochenende in Berlin verbinden.
Gegründet wurde die Spielbank Berlin 1975 von Gustav Jaenecke, den der Betreiber als erfolgreichsten deutschen Eishockeyspieler bis heute bezeichnet. Im Herbst 1975 erteilte das Land Berlin die Konzession, im Europa-Center begann der Spielbetrieb. Es war die 18. Spielbank in Deutschland. 1984 kam im Hotel Steigenberger am Los-Angeles-Platz der erste Nebenstandort hinzu, zugleich der erste mit Automatenspiel.
Am 2. Oktober 1998 zog die Spielbank an den Potsdamer Platz. Nach dem Mauerfall wollte der Senat das Gebiet zügig entwickeln. Die Spielbank nutzte das für Modernisierung und Erweiterung und bezog Räume in dem Gebäudekomplex, den Renzo Piano entworfen hat. Über alle Ebenen hängt ein Kronleuchter, laut Betreiber mit 333.000 Kristallen und zwei Tonnen Gewicht. Den Standort bezeichnet er als vollständig barrierefrei. Vor Ort waren alle Ebenen über Rolltreppen und Aufzug erreichbar, auch Gäste im Rollstuhl waren bis ins oberste Geschoss unterwegs.
2011 wurde die Novomatic AG Gesellschafter. 2013 eröffnete die Spielbank nach der Übernahme von WestSpiel samt Inventar und Personal den Standort am Fernsehturm. Im Zuge der Ausschreibung einer neuen Konzession beteiligte sich 2016 die Gauselmann-Gruppe mit 40 Prozent. Seither halten die Hersteller von Novoline und Merkur gemeinsam Anteile an einer Spielbank, deren Automatensaal ihre Geräte zeigt. Den Standort Hasenheide betrieb die Spielbank von 2003 bis Ende 2017, Spandau kam 2005 hinzu. Während der Corona-Pandemie schloss sie den Traditionsstandort am Los-Angeles-Platz und eröffnete im Juni 2021 stattdessen am Kurfürstendamm. 2025 feierte das Unternehmen sein 50-jähriges Bestehen.
Vor Ort wirkt der Standort groß und offen. Auf jeder Ebene stehen Automaten, dazwischen führen Treppen, Rolltreppen und ein Aufzug nach oben, auf den Absätzen gibt es Sofas. Das Licht ist warm, Musik läuft nicht, die Geräusche bleiben gedämpft. Vom glamourösen Casinoabend früherer Jahre ist wenig geblieben, es geht locker zu. Wer sich fein machen will, kann das tun, nötig ist es nicht.
Bis heute trennt die Spielbank eine klare Linie von der Spielhalle. Die Einsatz- und Verlustgrenzen der Spielverordnung gelten hier nicht. Im Gegenzug wird jeder Gast identifiziert, mit der Sperrdatei abgeglichen und das Spiel von der Aufsicht des Landes kontrolliert.
Die Aufsicht führt die Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Referat I C, Klosterstraße 47 in 10179 Berlin. Nach dem Spielbankengesetz erlässt sie auch die Spielordnung, die zugelassene Spiele, Spielzeiten, Zutritt und Spielverbote regelt. Jeder Gast wird am Einlass identifiziert und mit der bundesweiten Sperrdatei OASIS abgeglichen. Eine Sperre lässt sich bei der Spielbank beantragen. Sie gilt bundesweit für Spielbanken, Spielhallen, Sportwetten und Online-Glücksspiel.
Beim Spielerschutz war die Spielbank Berlin früh dran. Im März 2000 startete sie nach eigener Angabe gemeinsam mit der Charité ein Projekt zu Prävention und Intervention bei pathologischem Glücksspiel und gründete eine eigene Abteilung dafür. Heute kümmern sich speziell geschulte Mitarbeiterinnen ausschließlich um den Spielerschutz. Erreichbar sind sie unter +49 (0) 30 255 99-130 und spielerschutz@spielbank-berlin.de, persönlich, telefonisch oder per E-Mail und auf Wunsch anonym. Sie vermitteln auch den Kontakt zu Beratungsstellen. Infomaterial zu Glücksspielsucht liegt vor Ort an vielen Stellen aus, in mehreren Sprachen und auch auf den Toiletten.
Die Videoüberwachung ist Pflicht. Laut Hausordnung zeichnet die Spielbank das Geschehen in den Spielsälen, an Tischen und Automaten, im Kassenbereich und in den Zählräumen laufend auf. Die Aufnahmen müssen die beteiligten Personen grundsätzlich erkennbar machen. Sicherheitspersonal ist präsent, die Abläufe an Tisch und Kasse wirken vor Ort eingespielt.
Zur Geldwäscheprävention verweist der Betreiber auf strenge Kontrollen, geschulte Mitarbeiter und einen unabhängigen Compliance-Beauftragten. Die Hausordnung verbietet unter anderem, Geld für andere Zwecke als die eigene Spielteilnahme zu wechseln, berauscht zu spielen, anderen Gästen Spielsysteme anzubieten und für fremde Rechnung zu spielen. Chips bleiben Eigentum der Spielbank und müssen vor dem Verlassen zurückgetauscht werden, farbige Roulette-Chips nur am jeweiligen Tisch. Gewinne zahlt die Kasse vor Ort ohne Umweg in bar aus.
Ausweispflicht, Sperrdatei-Abgleich und Videoaufzeichnung schreibt das Gesetz jeder deutschen Spielbank vor. Die schwache Küche, die Raucherkabinen und die geschlossenen Tische am Eingang gehen dagegen auf das Konto des Betreibers.
Was nicht zusammenpasst. Der Betreiber nennt den Potsdamer Platz das zweitgrößte Casino Deutschlands und seinen Pokerfloor den größten des Landes. Einen Maßstab liefert er für beides nicht, deshalb übernimmt dieser Check keine der beiden Angaben als Tatsache. Das Google-Profil spricht von einer eleganten Kleiderordnung an den Tischen, der Betreiber nur von einer erwünschten gepflegten Erscheinung. Den Mindesteinsatz von 1 Cent je Dreh nennt der Betreiber auf einer gemeinsamen Seite für alle vier Standorte, eine eigene Angabe für den Potsdamer Platz fehlt. Wer die Black-Jack-Seite des Betreibers unter der Schreibweise „black-jack“ aufruft, landet auf der Poker-Seite. Die Limits stehen unter der Adresse mit „blackjack“.
Der Potsdamer Platz ist der Berliner Standort für alle, die mehr wollen als Automaten. Punto Banco gibt es bei der Spielbank Berlin derzeit nur hier, der Pokerfloor bietet jeden Abend ein Turnier und Black Jack geht bis 1.000 Euro Einsatz. Der Betreiber legt Limits, Auszahlungsquoten und Turnierpläne offen, die Anreise klappt ohne Auto. Punkte kosten die schwache Küche, die engen Raucherkabinen und Tische, die am Eingang mangels Personal geschlossen bleiben. Bei Google liegt die Spielbank mit 3,9 Sternen aus über 2.300 Bewertungen deutlich unter der Redaktionsnote. Gäste loben dort vor allem das Personal, Kritik gibt es für volle Tische am Wochenende und seit September 2026 für lange Wartezeiten am Einlass. Gut passt der Standort zu einem Abend mit Poker oder Tischspiel in der Innenstadt. Weniger geeignet ist er für ein Abendessen als Hauptprogramm und für Gäste, die gehobenes Casino-Flair suchen.
Breites Tischangebot mit Punto Banco, 21 Pokertischen, täglichem Turnier und zwei großen Serien im Jahr. Abzug gibt es für die zeitweise geschlossenen Tische am Eingang und den fehlenden Höchsteinsatz am Roulette.
Großer, barrierefreier Standort über mehrere Ebenen mit Rolltreppen und Aufzug. Die Raucherkabinen ohne Sitzplatz und ohne Bereich im Freien kosten Punkte.
Niedriger Eintritt, kostenlose Player Card und eine Website, die Limits, Auszahlungsquoten und Turnierpläne offenlegt. Abzug für die Wartezeit am Einlass in Stoßzeiten und die fehlerhafte Black-Jack-Adresse.
Bars auf allen Ebenen und Speisen ab 18 Uhr bis an den Pokertisch, aber ein kleines Restaurant mit durchschnittlicher Küche.
S-Bahn, U-Bahn, Bus und FEX vor der Tür, zwei Tiefgaragen rund um die Uhr mit veröffentlichten Preisen. Abzug für die Parkkosten ohne Nachlass.
Grundlage sind Beobachtungen vor Ort. Freundlicher Einlass und ruhige, professionelle Hilfe, wenn am Tisch oder Terminal etwas schiefgeht. Dagegen stehen knappe Erklärungen an einzelnen Tischen und wenig Casino-Flair.
Die Note setzt sich aus sechs Bereichen zusammen, ungewichtet gemittelt. Was in jedem Bereich zählt, steht unter So bewerten wir.
| Name | Casino am Potsdamer Platz der Spielbank Berlin (bei Google: Spielbank Berlin) |
| Betreiber | Spielbank Berlin GmbH & Co. KG, Marlene-Dietrich-Platz 1, 10785 Berlin (HRA 16057, AG Charlottenburg) |
| Gesellschafter | unter anderem Novomatic AG (seit 2011) und Gauselmann-Gruppe (seit 2016, 40 Prozent) |
| Adresse | Marlene-Dietrich-Platz 1, 10785 Berlin |
| Bundesland | Berlin |
| Konzession | Spielbankengesetz Berlin, Aufsicht: Senatsverwaltung für Inneres und Sport |
| Eröffnet | Spielbank Berlin seit 1975, am Potsdamer Platz seit dem 2. Oktober 1998, Gebäude nach Entwurf von Renzo Piano |
| Öffnungszeiten | täglich 11 bis 3 Uhr; American Roulette und Black Jack 17 bis 3 Uhr; Pokerfloor ab 18 Uhr |
| Spielfreie Tage | Karfreitag, Volkstrauertag, Totensonntag, Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag; gesonderte Zeiten an Silvester und Neujahr |
| Eintritt | 2 €; Player Card kostenlos |
| Mindestalter | 18 Jahre, Personalausweis, Reisepass oder gleichwertiger amtlicher Lichtbildausweis erforderlich |
| Dresscode | keiner vorgeschrieben, gepflegte Erscheinung erwünscht |
| Klassisches Spiel | American Roulette (8 Tische, ab 2 €), Black Jack (8 Tische, 4 bis 1.000 €), Punto Banco (2 Tische), Ultimate Texas Hold’em (2 Tische), Sic Bo, Glücksrad |
| Poker | 21 Tische, Tagesturnier um 18:30 Uhr (Buy-in 80 bis 220 €), Cash Game mit Limits zwischen 1/1 und 20/40 |
| Automatenspiel | rund 500 Geräte, Auszahlungsquote 92 bis 95,5 Prozent, 55 Touchbet-Plätze, Ticket-In-Ticket-Out |
| Gastronomie | Bars auf allen Etagen, Küche ab 18 Uhr, Restaurant, Dine & Gamble Pakete ab 39 € |
| Parken | Tiefgarage Potsdamer Platz (Linkstraße 2, 1.995 Plätze, 3,50 € je Stunde, 25 € für 24 Stunden); Center am Potsdamer Platz (Bellevuestraße 3, 788 Plätze, 2,50 € je Stunde, 10 € für 24 Stunden); beide rund um die Uhr |
| Nahverkehr | S+U Potsdamer Platz (S1, S2, S25, S26, U2), Bus M48, M85, 200 und 300 (Varian-Fry-Str./Potsdamer Platz), FEX vom BER |
| Telefon | +49 (0) 30 255 99-0 |
| info@spielbank-berlin.de | |
| Spielerschutz | +49 (0) 30 255 99-130, spielerschutz@spielbank-berlin.de |
| Webseite | spielbank-berlin.de |
Quellen: spielbank-berlin.de (Standort Potsdamer Platz, Standorte, Spielangebote Roulette, Blackjack, Poker mit Turnierplan und Rake-Tabelle, Punto Banco, Slot Machines, Dine & Gamble, Historie, Prävention, Spielerschutz, Haus- und Spielordnung, News, Impressum), Bahnhofsseite Berlin Potsdamer Platz der Deutschen Bahn (Tiefgaragen), BVG (Haltestellen), Flughafen Berlin Brandenburg (FEX), Senatsverwaltung für Inneres und Sport (Spielbankengesetz), Google-Unternehmensprofil, Bewertungen bei Google und Tripadvisor (eigene Auswertung), Beobachtungen vor Ort · Abgerufen am 3. November 2026 · Angaben ohne Gewähr
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Neben dem Potsdamer Platz betreibt die Spielbank Berlin drei weitere Standorte: das Casino am Fernsehturm am Alexanderplatz, das Casino am Ku’damm und die Ellipse am Rathaus Spandau. Überall kostet der Eintritt 2 Euro und alle öffnen täglich um 11 Uhr. Das Angebot ist deutlich kleiner. Am Fernsehturm stehen laut Betreiber drei Roulette-, drei Black-Jack- und vier Pokertische, am Ku’damm je zwei Tische für Roulette und Black Jack sowie einer für Ultimate Texas Hold’em. Spandau bietet Poker, Black Jack und Ultimate Texas Hold’em an je ein bis zwei Tischen. Rund 100 Automaten hat jeder dieser drei Standorte. Punto Banco und den großen Pokerfloor gibt es nur am Potsdamer Platz. Sämtliche 71 Standorte in Deutschland, geordnet nach Bundesland, zeigt die Spielbanken-Übersicht.