Seit dem Anfang haben sich viele Mythen mit dem Roulettetisch verbunden. Lernen Sie hier diese Mythen und die besondere Psychologie des Rouletts kennen.
Die Odds einer Wette auf das Roulette sind genau dieselben wie beim vorigen Spiel. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass es irgendwie eine Grenze gibt, wie viele Male in direkter Folge die kleine Kugel auf Rot oder auf Nicht-Rot fällt. Der Grund für diese scheinbare Gesetzmäßigkeit ist mit einfacher Wahrscheinlichkeits-Statistik zu erklären.
Es ist aber Tatsache, dass das Ergebnis des nächsten Spieles von dem Ergebnis des vorigen Spieles - oder von dem Ergebnis irgendeines früheren Spieles - vollkommen unabhängig ist. Das wird sofort einleuchtend, wenn man sich an die kleine Anekdote von dem nur 10-jährigen späteren Atomfysiker Niels Bohr erinnert, als er mit seinem Vater ein Casino besuchte. Dieser notierte sorgfältig die getroffenen Zahlen, wozu der kleine Bohr bemerkte: "Aber Papa, die Kugel hat ja kein Gedächtnis".
Dennoch setzen viele Spieler auf sogenannte ‚schlafende Nummern' - Nummern die lange nicht getroffen worden sind. Eine solche Wette entbehrt jeder mathematischen Logik, denn die Chancen einer bestimmten Zahl ist bei jeder Drehung des Rades 1:36 - ganz unabhängig davon, ob diese Zahl lange ‚geschlafen' hat. Auf der anderen Seite hat die gewählte Nummer ja ebenso große Gewinnchancen wie jede andere Nummer. Folgen sie also ruhig Ihrer Strategie, wenn Sie ein Anhänger der ‚Schlafende nummer'-Theorie sind.
Ein ähnlicher Aberglaube herrscht bei vielen Casinospielen. Die Casinos sind förmlich Großlieferanten von Mythen, Aberglauben und Geheimtipps, die von Statistik und mathematischen Tatsachen weit entfernt sind. Aberglaube gehört unzertrennlich zu Glücksspielen. Ein jedes Casino könnte also mit Erfolg ein Nebengeschäft mit Hufeisen und anderen Glücksbringern eröffnen.
Höchst wahrscheinlich haben Sie auch schon einmal den Ausdruck "Heute habe ich eine Glückssträhne" gehört. Persönlich glaube ich nicht an das Glück, aber ich kann mich vielleicht davon überzeugen lassen, dass mehr fokussiert, wenn man durch Glück mit einem kleinen Gewinn angefangen hat. Wahrscheinlich handelt es sich um eine natürliche Reaktion, sei es Glücksspiel-Psychologie oder eine rein menschliche Veranlagung.
Man könnte sagen, dass ein gewinnender Spieler für das Glück empfänglicher sei oder dass er konzentrierter spielt und deshalb weniger Fehler macht. Dagegen gerät derjenige, der schon einiges verloren hat bald in eine gedrückte Stimmung und fängt aus dem Grund vielleicht an, töricht zu spielen. Die negative Einstellung "egal was ich mache, habe ich Pech" drängt sich auf und erfüllt dadurch sich selbst. Glück, Unglück oder menschliche Psychologie.
Auf jeden Fall sollten Sie aufhören, wenn Sie am Roulette keinen Spaß mehr finden und wenn Sie das Gefühle haben, dass Sie immer nur verlieren. Glücksspielen sollte Unterhaltung sein und keine Methode zum reich werden.
