Großbritannien diskutiert über neue Regelung der Glücksspielsteuern

Montag, 27. Februar 2012 - Casino.de
Großbritannien diskutiert über neue Regelung der Glücksspielsteuern

Bereits seit einigen Monaten laufen Diskussionen darüber, wie die Besteuerung der Glücksspiele weiter verlaufen soll. Nun wurde ein neuer Entwurf eingebracht, um den sich im Moment die Diskussionen drehen, denn das ganze System könnte so völlig verändert werden.

In Großbritannien ist das Murren der Glücksspielanbieter über das derzeitige System der Besteuerung groß, denn im Lande ansässige Unternehmen müssen Steuern bezahlen; das ist natürlich auch ganz normal. Aber wer seinen Firmensitz im Ausland hat, ist von diesen Steuern befreit und kann dennoch seine Dienste anbieten. Aus diesem Grunde haben sich immer mehr Unternehmen dazu entschlossen, das Land zu verlassen. Bei den Wettbüros sieht es ganz ähnlich aus, denn auch dort hat man hohe Abgaben an den Fiskus zu entrichten. Auch die Mieten für die Büros sind unverhältnismäßig hoch. Ausländische Firmen jedoch sind diesbezüglich im Vorteil.

So wie die Gesetze im Moment geregelt sind, entgehen dem Staat um die 300 Millionen britische Pfund im Jahr; sicherlich ein Anlass zu Diskussionen darüber, was man unternehmen könnte. Matt Hancock, seines Zeichens Parlamentsmitglied, hat deshalb einen neuen Gesetzesentwurf vorgelegt. Demnach soll es Glücksspielanbietern, die ihren Sitz im Ausland haben, nicht mehr erlaubt sein, in Großbritannien tätig zu sein, es sei denn, die Unternehmen verfügen über eine Lizenz der entsprechenden Behörde und führen den gleichen Steuersatz an den Staat ab wie auch alle anderen Unternehmen, die ihren Sitz im Lande haben. Um dieses Gesetz nachhaltig zu untermauern, sollen diejenigen mit Strafen zu rechnen haben, die gegen dieses Gesetz verstoßen. Man darf über die weitere Entwicklung in diesem Fall sehr gespannt sein.

Sabine