München ist gegen den Bau einer großen Spielhalle

Samstag, 25. Juni 2011 - Casino.de
München ist gegen den Bau einer großen Spielhalle

München ist eine große Metropole, wo einfach alles geboten wird. Nun soll jedoch die größte Spielhalle Deutschlands gebaut werden. Ein Blick in die Hansastraße zeigt, dass es dort bereits sechs Spielhallen gibt. Nun möchte man dort eine Halle bauen, die zwölf Casinos beherbergen soll. An über 200 Spielautomaten kann man sich dort rund um die Uhr aufhalten. Allerdings glaubt man von Seiten der Kreisverwaltung, dass es Probleme geben könnte, wenn es um die gewerbliche Erlaubnis geht. Denn es kann sein, dass diese nicht erteilt wird.

Dabei hat man in München gar keine so großen Probleme damit, wenn es um die Erteilung von Lizenzen geht, denn innerhalb von 13 Jahren ist die Zahl der Spielcenter fast um das Doppelte angestiegen. Inzwischen gibt es 98 Etablissements dieser Art.

Wenn es zur Verweigerung dieser Lizenz kommen sollte, womit auch der Stadtrat einverstanden wäre, dann könnte es zu erheblichen Problemen kommen. Mit einer Klage des Sponsors muss aber in jedem Fall gerechnet werden. Es ist abhängig von der Länge des Prozesses, wie hoch die Haftung ausfallen wird. Man rechnet mit einer zweistelligen Millionensumme.

Nächstes Jahr sollen neue Regeln im Bereich des Glücksspiels in Kraft treten. Darum wird der Referent auch alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um den Bau zu verhindern. Dabei betont er die Notwendigkeit, dass es Mindestabstände zwischen den Spielhallen geben soll. Auch die optische Abgrenzung soll durch individuelle Eingänge und Wände bis zur Decke gewährleistet sein. Verbindungstüren sollen lediglich den Mitarbeitern zur Verfügung stehen.

Auf jeden Fall soll es nicht so aussehen, als ob es sich um ein und dasselbe Unternehmen handeln würde. Die geplanten Spielhallen bringen jedoch diese Voraussetzungen nicht mit. Ein Beispiel dafür sind die sanitären Einrichtungen. So gibt es in zwei der Spielhallen nur Toiletten für Damen, in den anderen vier nur solche für die Herren der Schöpfung. In dreien davon gibt es überhaupt keine Toiletten. Man kann ja von den Gästen kaum verlangen, dass sie hin und her laufen müssen, wenn sie man "müssen". Diese Meinung des Kreisreferenten wird übrigens vom Sozialreferenten, der Polizei und dem Arbeitskreis Spielsucht unterstützt. Negativ bezüglich des Großprojekts äußerte sich auch der Bezirksausschuss. Man brauche keine riesengroße Spielhölle, es gebe bereits ein Bordell und einen Straßenstrich.

Sabine

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