Neue Glücksspiel-Steuer in Großbritannien geplant

Dienstag, 17. Januar 2012 - Casino.de
Neue Glücksspiel-Steuer in Großbritannien geplant

Großbritannien hat das Online Glücksspiel schon einige Jahre reguliert. Dazu gehört auch eine entsprechende Steuer auf die Gewinne der Unternehmen. Seit geraumer Zeit überlegt die Regierung aber, eine zweite Steuer für Anbieter aus dem Ausland einzuführen. Die Gedanken dazu werden jetzt konkreter.

Die „Sekundärsteuer“ wird bereits heiß diskutiert. Vorschläge und Ideen gibt es zur Genüge, doch nun muss man sich langsam für ein Konzept entscheiden. Ob eine Sekundärsteuer überhaupt benötigt wird, diskutiert man schon nicht mehr, sondern nur noch das Wie. Glücksspielbetreiber mit Sitz im Ausland, welche ihr Angebot in Großbritannien gestalten, sollen eine separate Steuer erhalten. Politiker und bekannte Größen aus der Branche suchen gemeinsam nach einer Lösung.

Hierfür wurde ein spezielles Komitee aufgestellt, um die einzelnen Bedingungen und Aspekte der Branche zu prüfen. Wie soll das Glücksspiel, insbesondere Online Glücksspiel, in Zukunft besteuert werden und wird man Unterschiede zwischen in- und ausländischen Unternehmen machen? Das gilt es alles zu klären. Während der Bearbeitung kommen auch alte Geschichten wieder hoch. Der Gambling Act von 2005 ist wieder in aller Munde. Die damals verantwortlichen Politiker sollen ihn für Werbekampagnen zu ihren Gunsten genutzt haben. Die ehemalige Kultusministerin Tessa Jowell spricht von einem „geringen Preis für die Sicherung des Gambling Acts“.

William Hill beauftragte das internationale Unternehmen Deloitte mit einer unabhängigen Untersuchung. Im Ergebnis erklärte man, dass eine Steuer für Online Glücksspiel die Spieler animieren würde, auf illegale Websites auszuweichen. Als Beispiele führte Deloitte die Länder Frankreich und Italien an, deren Steuersätze sehr hoch sind und damit ein nicht kalkulierbares Risiko erschaffen hätten.

Geschrieben von: MG

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