
Eine erschreckende Meldung geht um in den englischen Medien, denn eine leidenschaftliche, vielmehr süchtige Bingo-Spielerin bestahl ihren Arbeitgeber, um ihre Spielsucht zu finanzieren.
Wer Opfer der Spielsucht wird, der lässt sich mitunter zu Entscheidungen hinreißen, die katastrophal enden können. So erging es einer Spielerin, die ihre Firma bestahl, um Online-Bingo spielen zu können. Leider gibt es immer wieder Berichte über süchtige Spieler, die ein Verbrechen begehen, um ihre Sucht weiter zu finanzieren. Das hat zur Folge, dass die Regelungen strenger werden.
Die Spielerin heißt Luccienne Mainey, 41 Jahre alt, alleinerziehende Mutter. Nun wurde sie zu einer Haftstrafe von 16 Monaten verurteilt, denn sie hat ihren Arbeitgeber um über 76.000 Pfund erleichtert. Während der Gerichtsverhandlung gab die Angeklagte zu, dass sie spielsüchtig sei, nachdem sie sich von ihrem Ehemann getrennt hatte. Mit der Zeit wurde die Sucht immer schlimmer und sie begann, Geld von der Firma zu stehen, um weiter Bingo spielen zu können.
Die Spielerin arbeitete im Rechnungswesen und war als korrekte und verantwortliche Mitarbeiterin bekannt und man vertraute ihr. Allerdings bemerkte der Arbeitgeber, dass sie 800 Pfund auf ihr eigenes Konto überwies. Mit dem Versprechen, dass so etwas nie wieder vorkommen würde, zahlte sie das Geld zurück. Doch wurde sie dabei erwischt, wie sie während der Arbeitszeit im Web Bingo spielte. Sie erhielt eine Abmahnung.
Als dann im Oktober wieder 3.000 Pfund für eine Lieferzahlung fehlten, gab sie zu, die Summe auf ihr eigenes Konto überwiesen zu haben. Daraufhin untersuchte man den Fall gründlich und es kam ans Licht, dass die Mitarbeiterin im Laufe der Zeit über 76.000 Pfund veruntreut hat.
Vor Gericht bekannte sie sich schuldig und sie bekam 16 Monate Haft. Der Richter Peter Fenn sagte, dass dieses Urteil bekannt werden solle, um an die Spieler eine Botschaft zu senden mit dem Ziel, die schlimmen Folgen der Spielsucht aufzuzeigen. Das ist eine sehr wichtige Lektion, die sich immer wieder an die Spieler mit der Aufforderung richtet, doch nur mit jenem Geld zu spielen, das sie auch zum Spiel zur Verfügung haben.
Sabine




