
China steigt im ganz großen Stil ins Glücksspiel ein und stellt damit auch die luxuriösen Spieltempel in Las Vegas in den Schatten. Die riesige Luxus-Spielstätte trägt den verheißungsvollen Namen „Galaxy-Resort“ und hat die Besitzer mehr als eine Milliarde Euro gekostet. Der Riesenbau hat 2.000 Zimmer, natürlich alles luxuriös eingerichtet und in 50 Restaurants kann man königlich speisen. Nicht umsonst zieren das Label des Hotels fünf Sterne, die dem verwöhnten Gast einen angenehmen Aufenthalt versprechen. Auf dem Dach kann man sich in einem riesengroßen Swimmingpool erfrischen und sich anschließend an den Strand legen, und zwar auf Sand, der eigens zu diesem Zweck aus den Philippinen herbeigeschafft wurde. Wer etwas Spannung sucht, der findet diese an den 400 Tischen, wo man der Leidenschaft des Poker- oder Black Jack Spiels frönen kann. Aber man hat noch andere Pläne, denn bald soll ein Kino entstehen, wo man 3D-Filme sehen kann, sowie mehrere Clubs und Tanzlokale. Spieltempel in solchen Dimensionen konnten bisher nur in Las Vegas gefunden werden, allerdings sieht dort die Situation leider nicht besonders gut aus, denn dort musste vor Kurzem das Sahara Hotel mit seinem Casino und 1.700 Zimmern geschlossen werden, wir haben darüber berichtet. In Macao gibt es bisher 34 Spielstätten, man darf gespannt die Entwicklung beobachten, aber es sieht ganz gut aus, denn in der Glücksspiel-Branche geht es in China aufwärts. Ein Blick auf die aktuellen Werte an der Börse sind der Beweis, denn das die Anteile des MGM China wurden am oberen Limit der festgesetzten Preise gehandelt. Eine Milliarde Euro waren der Gewinn. Von wirtschaftlicher Seite her spielt Las Vegas im Glücksspielgeschäft schon lange keine führende Rolle mehr, wenn das Geschäft auf globaler Ebene betrachtet wird. Das Zentrum des Glücksspiels heißt jetzt Macao, die dortigen Spielhallen machten im ersten Quartal einen Umsatz in Höhe von 10 Milliarden Dollar. Diese Summe war der Gewinn, den Las Vegas im gesamten letzten Jahr vorweisen konnte.
Sabine




