
Nun kann die Spielbank Baden auch die Kugel im Fürstentum rollen lassen, denn das Unternehmen aus Aargau hat endlich die langersehnte Lizenz erhalten. Dabei handelt es sich um die erste und auch die einzige Konzession im Fürstentum.
Das Casino Vaduzerhof AG erhielt die Lizenz, so wurde von der Regierung Vaduz am Mittwoch bekannt gegeben. An dem Unternehmen ist die Spielbank Baden AG beteiligt sowie ein Liechtensteiner Unternehmer. Die zweite Bewerberin, das Casino Admiral AG, ist dabei allerdings leer ausgegangen, denn man lehnte das Gesuch ab. Von Seiten der Regierung erwartet man, dass das Projekt schnell umgesetzt wird, es sei denn, die Konzession wird vom Verwaltungsgerichtshof angefochten.
Man rechnet damit, dass 80 Millionen Franken in das Projekt investiert werden und zudem 100 neue Arbeitsplätze in einem sehr attraktiven Casino entstehen. Natürlich hat auch der Staat etwas davon, denn schätzungsweise werden sieben Millionen Franken in die Staatssäckel fließen. Man rechnet damit, dass etwa 100.000 Besucher im Jahr die Spielhalle aufsuchen werden, um dort den Betrag in Höhe von etwa 20 Millionen Franken zu hinterlassen. 150 Spielautomaten und sieben Spieltische werden den Gästen zur Verfügung stehen.
In Liechtenstein wurde bereits im Jahre 2010 für das Casino der Weg frei gemacht, denn das Glücksspielverbot aus dem Jahre 1949 wurde endlich aufgehoben. Allerdings wird es voraussichtlich nur bei der einen Spielbank bleiben, zumindest gilt das für die nächsten sechs Jahre, bis ein Evaluationsbericht vorliegt.
Für die Betreiber eines Casinos ist Liechtenstein besonders attraktiv, denn die Höhe der Besteuerung des Bruttobetrages liegt bei nur 12,5% bis maximal 40%. In der Schweiz müssen weitaus höhere Steuern gezahlt werden. Dort mussten die Betreiber im Jahre 2010 51,77% Abgaben leisten und der Staat kassierte 449 Millionen Franken.
Sabine




