In der ursprünglichen Form ist Baccarat eigentlich ein Spiel für nur zwei Spieler, aber als eine natürliche Folge davon, dass ein jeder Wetten auf entweder Bank oder Spieler eingehen kann, ist es möglich, Baccarat mit einer ganzen Menge von Zockern um den Tisch zu spielen.
Eine Abbildung eines Baccarat-Tisches. Sehr oft steht dieser Tisch in einem abgeschiedenen Zimmer oder hinter Vorhängen, um das Spiel für High-Rollers anziehender zu machen und auch um eine gewisse exklusive Atmosphäre aufzubauen. An diesem Tisch können bis zu 15 Spieler auf einmal sitzen. Der Croupier mit der Oberaufsicht über den Tisch hat seinen Platz neben Spieler Nr. 1. Zwei andere Croupiers sind für Einsätze und Auszahlung der Gewinne zuständig. Außerdem haben diese zwei auch zur Aufgabe die 5% Taxe an das Casino bei allen gewonnenen Wetten auf die Bank einzuziehen. Dieser Job wird durch das Platzieren von Jetons auf die kleinen Nummern 1 bis 15 auf dem Tisch. Die 5% Taxe ist erst fällig, wenn der Spieler den Tisch zu verlassen wünscht. Dadurch wird der Ablauf des Spieles geschmeidiger. Zusätzlich hat der Tisch ein Feld für beziehungsweise des Bankhalters Hand und für des Spielers Hand.
In der wirklichen Spielbank wird einer der Glücksspieler um den Tisch als Bankhalter und ein anderer als Spieler agieren. Der vom Casino angestellte Croupier verteilt bloß die Karten und sorgt für den korrekten Ablauf des Spieles. Das Casino gewinnt somit nicht vom Spiel selbst, sondern zieht normalerweise eine kleine Taxe bei allen gewonnenen Wetten auf die Bank ein. Der übliche Prozentsatz der Taxe ist 5%.
Der Spieler, der momentan die Rolle als Bankhalter innehat, trägt jedoch nicht selbst die finanzielle Verantwortung für die Bank. Er agiert bloß als Bankhalter und kann sogar auch seinen Einsatz auf den Gegenspieler machen, wenn er wünscht. Alle Entscheidungen außer dem Einsatz sind von den festen Baccarat-Regeln im Voraus getroffen worden. Der Bankhalter hat also keinen Einfluss auf die Gewinnchancen.
Viele Baccarat-Spieler glauben, dass ein Einsatz auf den Spieler die beste Wette ist - wegen der 5% Taxe bei allen gewonnenen Bankwetten. Diese Auffassung ist aber falsch. Eine Wette auf die Bank hat trotz der Taxe immer noch die besseren Odds.
Der Unterschied in Bezug auf Gewinnchancen ist jedoch sehr gering. Niemand wird Sie also für einen Tor halten, wenn Sie auf Ihren Freund setzen, der gerade des Spielers Rolle innehat.




