Baccarat ist hervorragend für die unerfahrenen Spieler, die sich zu Hause mit einem Casinospiel unterhalten möchten. Es ist aber auch eines der bevorzugten Spiele der wirklichen High-Rollers und Gamblers, die im Casino oder online spielen.
Außerhalb des Casinos, zum Beispiel in der privaten Wohnung, mögen die Baccarat-Regeln ein wenig abweichen. Wenn die High-Rollers sich im privaten Raum treffen, muss der als Bankhalter agierende Spieler zudem bekannt geben, wieviel seine Bank beträgt. Und der Gegenspieler kann daraufhin seinerseits bekannt geben, einen wie großen Teil der Bank er herauszufordern wünscht. Sagt der Spieler ‚Banco’, heißt dies, dass er den gesamten Betrag der Bank wetten möchte. In dem Fall spielen nur der Bankhalter und der herausfordernde Gegenspieler. Ein Spieler bleibt in der Rolle als Bankhalter, bis er seine Bank verloren hat, oder bis freiwillig die Bankhalter-Funktion an den nächsten Baccarat-Gambler weiterreicht.
Eine der größten Baccarat-Gambling-Geschichten handelt von dem amerikanischen Multimillionär John W. Gates. Als er einmal bei einer privaten Zusammenkunft als Bankhalter annoncierte, dass seine Bank $1 Million betrug, sagte einer der anderen Spieler ‚Banco’. Also sollten die beiden Spieler eine einzige Partie von $1 Million austragen.
An diesem besonderen privaten Baccarat-Tisch folgten die High-Rollers einer speziellen Regel, nach welcher der Bankhalter 3 Hände von je 2 Karten verteilt. Eine der Hände gehört dem Bankhalter selbst, aber der Spieler kann frei wählen, welche Hand er spielen möchte, oder ob er beide spielt (ein cheval). Entscheidet er sich für beide Hände, verpflichtet er sich zugleich dazu, beide Hände zu gewinnen, um die Partie ganz zu gewinnen. Gewinnt er die eine und verliert die andere Hand, gibt es einen Gleichstand.
Mit 1 Million Dollars auf dem Spiel gab Gates 3 Hände aus. Sein Gegenspieler beschloss, beide seine Hände zu spielen – also ein cheval. Gates gewann die erste Hand, aber verlor die zweite, und das Spiel endete also unentschieden. Die Partie blieb aber nicht ohne Konsequenzen für Gates, der seitdem sich den Spitznamen Mr. Bet-a-Million gefallen lassen musste.