Die Zufallsnummergeneratoren (oder RNG) der Internetcasinos

Warum sind Zufallsgeneratoren ein so wichtiges Thema, wenn die Rede auf Online-Casinos fällt? Es hat unter anderem damit zu tun, dass Computer keine echt zufälligen Nummern hervorbringen können. Der Zufallsnummergenerator geht auch unter der Bezeichnung RNG (Random Number Generator).

Damit ein Computer eine Nummer hervorbringen kann, muss zuerst eine Methode zur Hervorbringung dieser Nummer in ihn hineinprogrammiert werden. Meist füttert man den Computer dann mit anderen Zahlen, Operationen (Addition, Subtraktion, Multiplikation etc.) und Formeln. Zum Beispiel kann man den Computer mit der Zahl 2 anfangen und ihn verschiedene auf einander folgende Operationen mit dieser Zahl ausführen lassen. Er kommt dann vielleicht zu dem Ergebnis 25. Egal wie komplizierte Anweisungen dem Computer gegeben wird, wenn ihm gesagt wird, dass er mit 2 anfangen soll, kommt er immer auf 25 heraus. Offensichtlich braucht der Computer eine Methode verschiedene Zahlen, oder verschiedene Kombinationen von Karten zu produzieren, um das wirkliche Blackjack-Spiel (und andere Casinospiele) in den Online-Casinos zu simulieren.

Wie funktionieren Zufallsgeneratoren?

Bleibt man bei dem 2 & 25-Beispiel, ist die einzige Weise, ein anderes Ergebnis zu bekommen, mit einer anderen Zahl anzufangen. Genau dieser Methode folgen die Pseudo-Zufallsgeneratoren. Anstatt mit der 2 anzufangen, weist der Generator vielleicht dem Computer an, auf die Uhr zu sehen und die beliebige Zahl zu nehmen, auf die der Sekundenzeiger gerade zeigt. Das würde immerhin 60 verschiedene Ergebnisse möglich machen. Freilich besser als nur eine einzige Möglichkeit, aber nicht genug, um ein Casino darauf zu basieren. Die Spieler würden bald herausfinden, dass sie nur zu dem rechten Zeitpunkt Karten ziehen müssten, um ein gewinnendes Blatt zu erzielen.

Eine andere Methode wäre zum Beispiel eine Zahl wie das Pi zu benutzen (3.1415926535897932384626433832795028841971...). Das Pi ist eine sogenannte irrationale Zahl. Das heißt, wenn man zum Beispiel die ersten 1.000.000 Ziffern der Zahl Pi ausschreiben würde, fände man kein sich wiederholendes Muster in der Nummernreihe. In der Tat egal wie viele Ziffern ausgeschrieben würden, die Serie würde kein einziges Mal sich selbst wiederholen. Mittels eines sehr effektiven Algorithmus kann ein Computer in sehr kurzer Zeit die erste Milliarde Ziffern von Pi erstellen. Diese Milliarde von Ziffern zum Ausgangspunkt der Produktion zufälliger Nummern zu nehmen, stellt eine alternative Methode für den Zufallsgenerator des Casinos dar. Leider beruht der Erfolg dieser Methode darauf, dass kein Spieler das Prinzip mit dem Pi entdeckt. Es würde vielleicht den Spieler einige Mühe kosten, die genaue Formel ausfindig zu machen, wie die Ziffernreihe des Pis dazu verwendet würde, die auf dem Bildschirm erscheinenden Karten zu bestimmen. Aber wäre er erstmal im Besitz der Formel, wäre er gleichzeitig dazu im Stande die kommenden Karten vorherzusagen und hätte somit ein riesiger Vorteil über das Haus. Aus einem anderen Grund auch könnte das Pi-Prinzip sich als untauglich erweisen, nämlich in dem Fall dass die Ziffern von Pi rein zufällig dem Spieler mehr gewinnende Blätter erteilen würden als normal.

Die eigentliche Methode, die dazu verwendet wird, pseudozufällige Nummern zu kalkulieren, ist eine Art Kombination der beiden oben dargelegten Methoden. Von der Uhr des Computers oder von irgendeinem anderen System, wo die Zahlen sich ständig verändern, wird zunächst ein "Keim" erzeugt. Dieser Keim definiert dann eine Stelle in der unendlichen Zahlenreihe. Wenn zum Beispiel der Keim aus der Nummer 624.053 besteht, kann der Nummerngenerator an der 624.053sten Ziffer vom Pi ansetzen, um die folgenden Ziffern zu verwenden. Selbst in dem Fall, wo ein Spieler wissen sollte, dass seine Blackjack-Blätter irgendeinen Bezug zu den Pi-Ziffern hätten, dann wäre diese Relation schwieriger zu enträtseln, wenn er nicht sagen könnte, an welcher Stelle in der Serie er sich befinden würde.

Wird also gewöhnlich das Pi benutzt, um zufällige Nummern zu erzeugen?

Wohl eher nicht. Denn es ist unpraktisch für den Computer, einer Milliarde verschiedene Ziffern nur wegen des Erzeugens pseudozufälliger Nummern nachzugehen. Statt dessen wird in der Regel eine komplizierte Formel benutzt, um eine "zufällige" Nummer auf Grund des ursprünglichen Keimes hervorzubringen. Jene "zufällige" Nummer wird dann in die selbe Formel (als ob sie die Keim-Nummer wäre), um eine zweite "zufällige" Nummer hervorzubringen. Auch diese zweite "zufällige" Nummer passiert durch die selbe Formel, um die dritte "zufällige" Nummer hervorzubringen. Jedes Mal eine neue "zufällige" Nummer gewünscht wird, wiederholt sich dieser Prozess. Die Effektivität und die Zuverlässigkeit des Prozesses hängen von der angewandten Arbeitsweise ab. Eine mangelhafte Arbeitsweise würde vielleicht folgende Sequenz erzeugen:

0,99743; 0,65031; 0,10550; ....(1000 Nummern überschlagen)...; 0,96523; 0,65031

Das Problem bei dieser Sequenz ist, dass eine der Nummern wiederkehrt und weil die nächste zufällige Nummer von der unmittelbar vorhergehenden erzeugt wird, muss die nächste Nummer der Sequenz 0,10550 sein. Nach weitere 1002 Nummern würde die ganze Sequenz sich wiederholen. Sich wiederholende Kreisläufe sind schlecht, weil ein wachsamer Spieler sie nutzen könnte, um das Ergebnis seiner Wetten vorherzusagen, oder noch schlimmer: die 1000 Blackjack-Karten, die sich zu diesen Nummern beziehen würden, könnten dem Spieler einen größeren Gewinnprozentsatz als sonst bereiten. Viele andere Probleme können bei der Arbeitsweise der Zufallsgeneratoren entstehen, aber sie führen alle in die beiden selben Sackgassen:

  1. Die Sequenz ist prinzipiell vorhersagbar oder
  2. Die Sequenzen favorisieren entweder den Spieler oder das Haus

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